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Laufstall Hollergarten : Naturnahe Pferdehaltung (4**** LAG Stall) & Paddock Trail

Um unseren Pferden ein gesundes und artgerechtes Leben bieten zu können, müssen wir uns "nur" anschauen, wie Pferde in freier Natur leben. Denn unsere heutigen Hauspferde unterscheiden sich in ihren Ansprüchen und Bedürfnissen nicht von frei lebenden Pferden, wie sie vor Beginn unserer Zucht lebten und auch heute noch in manche Teilen unserer Erde mehr oder weniger frei leben. Es ist unser Glück, dass die freilebenden Pferde heute genaustens beobachtet werden und wir daher sehr viel über sie wissen. Und es ist das Glück der Pferde, dass Vereine wie z.B. die LAG (Laufstallarbeitsgemeinschaft) und die Bewegung "Paddock Trail" dieses Wissen auch verbreiten und sich für die verbesserte Haltung von Pferden einsetzen. Es entstehen immer mehr Laufställe und Paddock Trails, die den Pferden die Möglichkeit lassen, sich wie ein Pferd zu verhalten. Zahlreiche wissenschaftliche Untersuchungen zeigen, dass diese Pferde gesund und ausgeglichen sind. So wie unsere, die wir hier zusammen mit unserer naturnahen Haltung vorstellen möchten.
Leider ist es viel zu wenig bekannt, dass das Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz schon 2009 die
"
Leitlinien zur Beurteilung von Pferdehaltungen unter Tierschutzgesichtspunkten"
veröffentlicht hat. Es ist für uns selbstverständlich, diese Mindestanforderungen weit zu übertreffen - unsere Pferde leben rund um die Uhr in einer Herde, können sich rund um die Uhr frei bewegen und haben rund um die Uhr Heu und Stroh aus engmaschigen Heukörben zur freien Verfügung.


 
Pferde sind nicht nur wunderschöne, anmutige Tiere, sondern sie sind:

Herdentiere  
Eine Pferdeherde besteht aus einem Leithengst, der seine Herde, bestehend aus einigen Stuten und deren Fohlen, vor Feinden verteidigt und für Nachkommen sorgt. Die erfahrenste Stute führt die Herde zu Futter- und Rastplätzen.
Innerhalb dieser Familiengruppe bilden sich enge Freundschaften. Der emotionale Bereich des Pferdegehirns ist genauso groß wie der bei uns Menschen. Ihre sozialen Empfindungen sind daher durchaus mit unseren vergleichbar.  

Unsere Pferde leben wie ihre Vorfahren in einer kleinen Herde von zur Zeit vier Pferden; eine verträgliche Zusammensetzung der Herde ist uns immer wichtig. Der Chef unserer Herde ist unser Wallach Pegasus, Leitstute ist die Mutterstute unseres Fohlens, Gwendoline. Unsere Herde ist sehr friedlich und vertraut. Verletzungen innerhalb der Herde hatten wir noch nie, seit wir im Jahr 2006 mit der eigenen Pferdehaltung begannen.

Fluchttiere  

Pferde leben in Steppen und anderen offenen Landschaften. Sie können nur überleben, wenn sie schnell genug fliehen können. Ihre Sinnesorgane sind hochempfindlich, und immer hat ein Pferd in der Herde die Aufgabe des Wächters.
Um immer fluchtbereit zu sein, dösen und schlafen Pferde meistens im Stehen. Gesunde Pferde liegen durchschnittlich nur drei bis vier von 24 Stunden, und die Tiefschlafphase, in der sie flach auf der Seite liegen, beträgt immer nur wenige Minuten.  

Unsere Pferde haben einen Stall mit mehreren offenen Bereichen und eine befestigte Paddockfläche mit Laufwegen von ca 800 qm. Sie können sich dort jederzeit frei bewegen. Pferde wissen nicht, dass es keine Berglöwen mehr gibt, und verhalten sich daher wie in freier Natur - sie möchten immer alles sehen und fluchtbereit sein. Wir stellen fest, dass sie den Stall nur als einen Ort des Schutzes vor Witterungseinflüssen ansehen und sich ansonsten am liebsten auf dem Sandplatz oder dem Laufweg aufhalten, wo sie einen Überblick über das haben, was um sie herum passiert.  

Dauerfresser  

Ein Tier mit vollem Magen ist nicht in der Lage, schnell zu fliehen. Pferde haben daher einen sehr kleinen Magen, der dafür rund um die Uhr mit kleinen Portionen gefüttert werden muss. Ideal sind fettarme Gräser und Kräuter und gutes Heu. Kraftfutter gibt es in der Natur nur zur Erntezeit im späten Sommer und in geringen Mengen, sollte also nur in geringen Mengen auf dem Speiseplan unserer Pferde stehen..  
Eine falsche Fütterung - zB viel Kraftfutter auf einmal, nur zwei Heumahlzeiten am Tag - sind die Hauptursache für Koliken, die häufigste Todesursache unserer Reitpferde.

Unsere Pferde haben Heu ad libitum aus den von uns entwickelten Heukörben, aus denen die Pferde ihr Heu langsam zupfen müssen. Die Heukörbe verlangsamen die Fressgeschwindigkeit und kommen so dem Fressverhalten der Pferde in freier Natur soweit möglich nah.
Kraftfutter (nur Hafer) in geringen Mengen, abhängig von der Pferderasse, sowie ab Herbst Möhren (immer verbunden mit Leinsamen und Öl) und Mineralfutter füttern wir individuell aus Eimern, so dass die Pferde auch hier Seite an Seite in Ruhe und ohne Futterneid fressen können. Kraftfutter gibt es im Sommer nur morgens, ab Herbst für Pegasus auch abends.

Lauftiere

Um ausreichend Futter und Wasser zu finden, bewegen sich Pferde in freier Natur bis zu 18 Stunden täglich überwiegend im Schritt und legen dabei bis zu 30 km zurück. Sie laufen in der Regel auf festen Wegen, sog. trails, von denen sie nicht abweichen und die sie über Wiesen, Wasserstellen, Wälzplätze, Mineralvorkommen und Lavafelder führen. Letztere dienen dem Training der Hufe, sind also eine Art natürliche Hufpflege!

Der ganze Bewegungsapparat (Sehnen, Bänder, Gelenke) von Pferden ist darauf ausgelegt, dass sie sich permanent bewegen, und sie können auch nur gesund bleiben, wenn wir ihnen diese Möglichkeit auch bieten. Eine Stunde reiten am Tag ist kein Ausgleich für 16 Stunden, die viele Pferde auch heute noch in 10 qm großen Boxen verbringen müssen.

Unsere Pferde versuchen wir auf verschiedene Arten zum Laufen anzuregen. Das erreichen wir durch Laufwege, die paddock trails. Auf unserer großen Koppel (ein Hektar Fläche) haben wir einen Laufweg außen herum angelegt, so dass die Pferde sich auch hier nach Lust und Laune austoben können. Einmal außen herum legen sie eine Strecke von gut 400 Metern zurück. Überhaupt regen Laufwege Pferde an, sich zu bewegen. Unsere Wassertonne steht an der Stelle des Laufweges, die vom Stall am weitesten entfernt ist. Außerdem befinden sich auf dem Laufweg der Salzleckstein und verschiedene Steine und Baumstämme, über die die Pferde hinübersteigen müssen und die im Winter gerne beknabbert werden.
Natürlich legen sie bei uns auf "kleiner" Fläche keine 30 km am Tag zurück, aber wir haben per GPS schon 17 km gemessen. Sie bewegen sich viel und sind entspannt und ausgeglichen!  

Klimakünstler

In den Steppen und anderen offenen Landschaften sind Pferde ständig Sonne, Regen, Wind, Eis und Schnee und heftigsten Temperaturschwankungen ausgesetzt. Sie können damit wunderbar umgehen und haben hervorragende Abwehrkräfte. Die für das Fluchttier Pferd lebensnotwendige Hochleistungslunge braucht immer frische Luft, um gesund zu bleiben. Staub gehört nicht in die Pferdelunge. 

Unsere Pferde sehen wir oft auch im Regen oder Schnee draußen stehen, obwohl sie sich hätten unterstellen können. Dass wir seit sechs Jahren Tierärzte nur zu Zahnkontrollen hier hatten (alle Pferde haben gesunde Zähne, keine Kanten, und brauchten zuletzt keine Behandlungen), spricht sicher für sich....

Übrigens laufen all unsere Pferde barhuf und werden sogar manchmal barhuf geritten. Nur für längere Ausritte und Kutschfahrten ziehen wir ihnen Hufschuhe an. Damit die Hufe gesund und widerstandsfähig sind, haben wir verschiedene Untergründe geschaffen: Betonrasengitter um das Heu-to-go und das Stallgebäude herum, feinen Biergartenriesel an der Nordseite sowie auf allen Laufwegen Natursand (0-4 mm). Auf dem Sandplatz liegt feiner Donausand. Hier reiten und longieren wir, und die Pferde schlafen bei trockenem Wetter immer hier draußen. Der Sand bildet natürlich auch einen wunderbaren Wälzplatz!

  

 








Weitere Informationen über unsere Pferde finden sich auf unseren Seiten www.galine.de und www.gwendoline-fm.de. Außerdem betreiben wir einen Spielzeugversand unter www.spielzeugversand.de .